Nutzungsbasierte Abrechnung auf klickops, erklärt
Cloud-Preise scheitern meist in eine von zwei Richtungen. Flatrate-Pläne lassen dich für Kapazität zahlen, die du nicht nutzt, und reines Pay-as-you-go übergibt deine Karte einem Zähler ohne Obergrenze. klickops nutzt ein drittes Modell: einen Planpreis, der zu Nutzungsguthaben wird, das mehr wert ist, als du bezahlt hast, stundengenaue Messung dessen, was wirklich läuft, und ein Prepaid-Guthaben für alles über dem Planguthaben. Diese Anleitung erklärt jedes Teil mit den echten Zahlen.
Die Kernidee: CHF 9 zahlen, CHF 10 ausgeben
Jeder klickops-Plan ist ein Monatspreis, der zu Nutzungsguthaben wird, das mehr wert ist als der Preis. Hobby kostet CHF 9 und enthält CHF 10 Guthaben. Starter kostet CHF 29 für CHF 35, Pro CHF 79 für CHF 100 und Scale CHF 199 für CHF 270. Custom-Pläne beginnen bei CHF 200 in Schritten von CHF 50, und jeder Franken wird zu CHF 1.36 Guthaben. Der Bonus ist ein eingebauter Mengenrabatt, der mit dem Tier wächst: Auf Scale bekommst du effektiv 36 Prozent mehr zum Ausgeben, als du zahlst.
Der Gratis-Plan ist derselbe Mechanismus im Kleinformat: CHF 0 pro Monat mit CHF 1 monatlichem Guthaben, genug für einen kleinen Stack (eine App und eine Datenbank in einem kleinen Rahmen). Es braucht keine Karte, und das Guthaben erneuert sich jeden Monat.
Deine Workloads zehren dann Stunde für Stunde von diesem Guthaben. Nutzt du das meiste davon, ist der Bonus dein Rabatt. Nutzt du weniger, ist der Planpreis einfach dein Monatsbetrag, wie bei jedem Abo mit Grundgebühr.
Stundengenaue Messung dessen, was wirklich läuft
klickops misst Ressourcen stundengenau zu veröffentlichten Listenpreisen, und gemessen wird der tatsächliche Verbrauch, nicht eine reservierte Instanzform. CPU und Speicher dimensionieren sich automatisch, du rätst also nie bei Requests und wählst keinen Instanztyp; die Plattform beobachtet, was deine App braucht, und verrechnet das. Die aktuellen Tarife:
- Rechenleistung: CHF 0.0493 pro vCPU-Stunde, rund CHF 36 für eine volle vCPU im Dauerbetrieb pro Monat.
- Arbeitsspeicher: CHF 0.0247 pro GB-Stunde, rund CHF 18 pro GB und Monat.
- Block-Speicher (replizierte SSD): CHF 0.000274 pro GB-Stunde, rund CHF 0.20 pro GB und Monat.
- Geteilter Speicher (NFS): CHF 0.000342 pro GB-Stunde, rund CHF 0.25 pro GB und Monat.
- Objektspeicher (S3-kompatibel): CHF 0.0000685 pro GB-Stunde, rund CHF 0.05 pro GB und Monat.
- Backup-Speicher: zum Objektspeicher-Tarif gelistet, wird aber noch nicht verrechnet.
Warum stundengenaue Messung das Verhalten ändert
Die Stundenmessung macht Scale-to-zero erst wertvoll. Eine App, die acht Stunden am Tag läuft, kostet einen Drittel einer App im Dauerbetrieb. Eine Preview-Umgebung, die zwei Tage lebt, kostet zwei Tage. Ein Staging-Stack, den du am Freitagabend stoppst, hört am Freitagabend auf zu kosten. Bei Dyno- oder Instanz-Preisen schlagen alle drei als volle Monate zu Buche.
Auch das Grössen-Ritual entfällt. Weil Rechenleistung automatisch dimensioniert und gemessen wird, verbrennt Überdimensionierung nicht monatelang still Geld; du zahlst für den Fussabdruck, den deine App wirklich hat. Die Billing-Seite zeigt laufende Ausgaben, den Verbrauch gegen dein Guthaben und eine Monatsend-Prognose, Abweichungen siehst du also, solange du noch reagieren kannst.
Das Prepaid-Guthaben: Mehrverbrauch ohne Horrorgeschichte
Was passiert, wenn der Verbrauch das Planguthaben übersteigt? Die Differenz läuft als Pay-as-you-go zu denselben Listenpreisen, bezahlt aus einem Prepaid-Guthaben, das du bewusst auflädst. Es liegt keine offene Karte hinterlegt, gegen die der Zähler laufen könnte, und genau das ist der Fehlermodus hinter jeder viralen Schockrechnung in nutzungsbasierten Clouds.
Das Prepaid-Guthaben gibt nur Geld aus, das du bereits bewusst eingezahlt hast. Sind Planguthaben und Prepaid-Guthaben aufgebraucht, warnt dich klickops und pausiert nach einer Schonfrist die Workloads, statt eine Rechnung anzuhäufen. Im Gratis-Plan gilt dieselbe Logik mit einer Zusatzregel: Gratis-Organisationen können gar kein Guthaben aufladen. Wer über das Gratis-Guthaben hinauswächst, wählt einen bezahlten Plan, eine versehentliche Belastung gibt es nie.
Plan-Limiten schützen dich; bezahlt wird dafür nicht
Jedes Tier trägt auch Limiten: wie viele Projekte, Apps, eigene Domains und Datenbanken du erstellen kannst, und wie viel Kapazität ein einzelnes Projekt anfordern darf. Hobby erlaubt 2 Projekte, 10 Apps, 3 eigene Domains und einen Rahmen von 4 vCPU / 8 GB / 50 GB pro Projekt; Pro erlaubt 15 Projekte, 75 Apps, 30 Domains und 16 vCPU / 32 GB / 500 GB; Scale hebt das auf 40 Projekte, 200 Apps, 100 Domains und 32 vCPU / 64 GB / 2 TB.
Wichtig ist, was diese Limiten sind: Schutzgrenzen, so bemessen, dass normale Nutzung sie nie berührt. Sie verhindern Missbrauch und ausufernde Fehler, sie messen dich nicht. Abgerechnet wird weiterhin nur die Nutzung: Eine Limite zu erreichen kostet nie Geld, und ungenutzter Spielraum erscheint nie auf einer Rechnung. Steht dir eine Limite doch im Weg, ist das das Signal, dass du dem Tier entwachsen bist, und ein Wechsel nach oben vergrössert auch deinen Guthaben-Bonus.
Ein durchgerechnetes Beispiel mit echten Zahlen
Nimm eine Produktions-App mit Datenbank: im Schnitt 0.8 vCPU, 3 GB Speicher, 40 GB Block-Speicher für das Datenbank-Volume und 40 GB Objektspeicher für Uploads. Zu Listenpreisen sind das 0.8 x CHF 36 = CHF 28.80 Rechenleistung, 3 x CHF 18 = CHF 54.00 Arbeitsspeicher, 40 x CHF 0.20 = CHF 8.00 Block-Speicher und 40 x CHF 0.05 = CHF 2.00 Objektspeicher, also rund CHF 92.80 Nutzung in einem vollen Monat.
Im Pro-Plan passt dieser Verbrauch von CHF 92.80 ins Guthaben von CHF 100, die Rechnung ist also genau der Planpreis: CHF 79. Du hast Infrastruktur im Wert von CHF 92.80 für CHF 79 bekommen, rund 15 Prozent unter Liste, mit CHF 7.20 Guthaben als Reserve für eine Traffic-Spitze.
Am kleinen Ende gilt dieselbe Form: Ein Nebenprojekt mit im Schnitt 0.1 vCPU, 0.3 GB Speicher und 4 GB Disk liegt bei rund CHF 9.80 Nutzung, was das Hobby-Guthaben von CHF 10 abdeckt, für eine Rechnung von CHF 9.
Wie du einen Plan wählst
Die ehrliche Strategie: Wähle den Plan, dessen Guthaben du grösstenteils füllen wirst, denn dort wirkt der Bonus wie ein echter Rabatt. Und weil Mehrverbrauch zu normalen Listenpreisen ohne Zuschlag läuft, kann ein kleinerer Plan mit gelegentlichem Mehrverbrauch günstiger sein als ein Tier-Sprung; der Preisrechner auf der Preisseite macht genau diesen Vergleich und empfiehlt die günstigste Kombination, auch wenn das der kleinere Plan ist.
Wenn du bei null startest: Beginne auf Free, deploye den kleinen Stack und lass dir von der Live-Billing-Seite zeigen, was deine App wirklich verbraucht. Echte Messwerte nach einer Woche schlagen jede Kapazitätsschätzung im Voraus, und der Wechsel zwischen Plänen ist ein Klick, keine Migration.
Bereit für Schweizer Infrastruktur?
Private Beta, Gratis-Plan für einen kleinen Stack, keine Karte nötig.